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  • Jens Lennig

Rehabilitation nach Covid 19

Wie wieder anfangen nach Corona

Unser Konzept stützt sich auf Erkenntnisse niederländischer Kliniken, die in einer Studie ein physiotherapeutischen Therapiekonzept nach stationärer Covid 19 Erkrankungen entwickelt haben. ​ Die Studie bezog sich auf 143 Patienten mit schweren und schwersten Verläufen. Erhoben wurden die Ergebnisse 60 Tagen nach dem ersten Symptom einer Covid 19 Erkrankung. ​

Folgende Symptome traten nach 60 Tagen verstärkt auf.( nach Häufigkeit)

  1. Erschöpfung (53.1%),

  2. Kurzatmigkeit (43.4%),

  3. Gelenkschmerzen, (27.3%) and

  4. Schmerzen im Brustkorb (21.7%).

​ Von 143 Patienten waren nach 60 Tagen nur 12,6 % beschwerdefrei, 32 % litten an 1-2 Symptomen, 55 % litten sogar an 3 oder mehr Symptomen!​ ​

Die bisherige Norm in der Physiotherapie ist, dass der Patient sich wieder verstärkt zu belasten. Leider gibt es meist keine klare Norm, sondern Infos wie "gehen Sie mal öfter raus" " wenn es Ihnen zu viel wird, machen Sie halt weniger".

Das ist für Patienten oft nicht klar genug. Jeder weiß, dass Sport und Bewegung anstrengt. Die meisten sind bereit die körperlichen Grenzen auch mal auszudehnen, aber wie viel ist denn zu viel Belastung? ​ Hier leiten wir aus der Studienlage und den Symptomen ein Therapiekonzept ab.


Wir als Praxis orientieren uns immer an wissenschaftlichen Erkenntnissen und an unserer Erfahrung. Es gilt zu beachten ob der Patient an Nebenerkrankungen durch oder vor Covid litt. Wesentlich ist ebenfalls ob der Patient an einem PICS Syndrom leidet oder nicht. Dieses tritt oft bei Patienten auf, die sich auf Intensivstationen befanden. Neben Angst- und Gedächtnisstörungen, tritt auch eine deutliche verminderte körperliche Belastbarkeit auf. Diese ist ohne gesonderte Befunderhebung schwerer festzustellen. ​

Wichtig ist immer Ihre und unsere Kommunikation mit einem Arzt. Eine Therapie mit uns ist im Fall von Covid komplementär. Unser Ansatz

  • 2 Wochen nach klinischer Entlassung führen wir mit Ihnen Tests, z. B. PFSF und Testungen vor, während und nach Belastung, entsprechend der Borg Scale CR 10 durch. Wir erstellen eine Auflistung mit Zielstellungen und Ist-Analysen.

  • Wir sprechen mit Ihrem Arzt einen Therapieansatz ab.

  • Sie trainieren mit uns, wir messen Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und die Ergebnisse der Therapie.

Es gibt zur Zeit erste Ergebnisse in welchen Bereichen sich wichtige Parameter, z.B. Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, befinden sollten. Können diese nicht in einem annehmbaren Zeitraum verbessert werden, liegen Begleitstörungen vor. In dem Fall ist eine Rücksprache mit einem Arzt unbedingt nötig, um z.B. bei einem PICS Syndrom weitere interdisziplinäre Hilfe hinzuzuziehen. ​ Sollten sich die Trainingswerte gut sein, erhöhen wir die Belastung angepasst an Ihre Leistungsfähigkeit. ​ Während aller Phasen der Therapie, können wir Begleitsymptome mit physiotherapeutischen Mitteln therapieren und besondere Auffälligkeiten mit dem behandelnden Arzt besprechen. Neben Sport-Therapie greifen wir auch auf Anwendungen, die sich z.B. bei chronischen Lungenerkrankungen bewährt haben zurück. ​ Sollten Sie noch Fragen haben, sprechen sie einfach mit uns. ​

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